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Die Zukunft der industriellen Automatisierung: Werden KI- oder SPS-Ingenieure die Führung übernehmen? Mar 25, 2025

Einleitung: Eine neue Ära in der industriellen Automatisierung

Die industrielle Automatisierung war lange Zeit auf das Fachwissen von Ingenieuren angewiesen, insbesondere von Experten für speicherprogrammierbare Steuerungen (SPS), um komplexe Systeme zu entwerfen, zu implementieren und zu warten. Mit der Weiterentwicklung generativer KI-Technologien wie ChatGPT erforschen Branchen jedoch neue Wege, KI in Automatisierungsprozesse zu integrieren. Dies wirft eine kritische Frage auf: Wer wird im Zeitalter der digitalen Transformation die Führung übernehmen – KI- oder SPS-Ingenieure?


Die Rolle der KI bei der Revolutionierung der industriellen Automatisierung

KI ist in der Industrie längst kein Schlagwort mehr – sie ist eine transformative Kraft, insbesondere in Kombination mit traditionellen Automatisierungssystemen wie SPS. Die Integration von KI-Technologien hat bereits begonnen, den Industriesektor umzugestalten. Die fortschrittlichen Fähigkeiten der KI, wie Flexibilität, Anpassungsfähigkeit und die Automatisierung komplexer Aufgaben, eröffnen Fertigungsunternehmen neue Potenziale.

Ein bemerkenswertes Beispiel ist der Industrial Copilot von Siemens, ein generatives KI-Tool, das Ingenieure durch die Automatisierung wiederkehrender Aufgaben und die Generierung von SPS-Code unterstützt. Durch die Fähigkeit, die Geschwindigkeit und Genauigkeit von Automatisierungsprozessen zu erhöhen, steigern KI-Tools die Effizienz drastisch und reduzieren die Wahrscheinlichkeit menschlicher Fehler. Diese Kombination aus KI- und SPS-Technologie beschleunigt die Entwicklungszeiten branchenübergreifend und bietet einen Einblick in die Zukunft industrieller Steuerungssysteme.


Wie KI SPS-Ingenieure in der industriellen Automatisierung ergänzt

Bei der Integration von KI in SPS-Engineering-Plattformen geht es nicht darum, Ingenieure zu ersetzen, sondern ihre Fähigkeiten zu erweitern. Führende Unternehmen wie Siemens, B&R und Beifu sind Vorreiter bei KI-gestützten Lösungen, die die SPS-Programmierung und Engineering-Workflows optimieren.

Der TIA Bot von Siemens unterstützt Ingenieure bei der Virtualisierung von Aufgaben und der Generierung von SPS-Code, wodurch die Entwicklung optimiert wird.

B&R arbeitet mit Microsoft zusammen, um Ingenieure beim Schreiben und Optimieren von SPS-Code in natürlicher Sprache zu unterstützen und so den Prozess intuitiver zu gestalten.

Beifus TwinCAT Chat verwendet ChatGPT, um die Codierung zu automatisieren, Programme zu optimieren und sogar bei der Dokumentation zu helfen.

Diese Tools sparen Ingenieuren Zeit bei alltäglichen Aufgaben und geben ihnen die Freiheit, sich auf höherwertige Funktionen wie Systemoptimierung und Fehlerbehebung zu konzentrieren, was zu einer verbesserten Leistung und Effizienz in Industriesystemen führt.


Warum SPS-Ingenieure immer unverzichtbar sein werden

Trotz der zunehmenden Leistungsfähigkeit von KI bleiben SPS-Ingenieure in der industriellen Automatisierung aus mehreren wichtigen Gründen unverzichtbar. Das Schreiben und Optimieren von SPS-Programmen erfordert ein tiefes Verständnis der Elektrotechnik, der Automatisierungstheorie und komplexer Programmiertechniken. KI-Tools können zwar bei grundlegenden Aufgaben wie der Codegenerierung unterstützen, ihnen fehlt jedoch immer noch das differenzierte Urteilsvermögen, das für die Bewältigung komplexer oder nicht standardisierter Herausforderungen erforderlich ist.

Ingenieure spielen auch eine entscheidende Rolle bei der Installation, Fehlersuche und Fehlerbehebung von Automatisierungssystemen. Diese praktischen Aufgaben erfordern praktisches Fachwissen, das KI derzeit einfach nicht nachbilden kann. Darüber hinaus sind Ingenieure maßgeblich an der Optimierung und Anpassung von Systemen an reale Herausforderungen beteiligt – etwas, wozu KI ohne menschliche Aufsicht noch nicht in der Lage ist.


KI und Ingenieure: Eine symbiotische Beziehung

Anstatt eine Bedrohung für SPS-Ingenieure darzustellen, erweitert KI ihre Fähigkeiten und macht ihre Arbeit effizienter und präziser. KI automatisiert wiederkehrende Aufgaben, reduziert das Risiko menschlicher Fehler und beschleunigt die Entwicklung. Ingenieure wiederum nutzen ihr Fachwissen, um KI-Technologien zu steuern und sicherzustellen, dass das fertige System optimiert, gut gewartet und in der Lage ist, reale Probleme zu lösen.

Ingenieure, die KI-Tools nutzen, werden künftig über leistungsstarke Ressourcen verfügen, um ihre Produktivität und Effektivität zu steigern. Wer sein fundiertes technisches Wissen mit KI kombiniert, wird die industrielle Automatisierung anführen und Innovationen und verbesserte Ergebnisse für Hersteller weltweit vorantreiben.


Fazit: Eine kollaborative Zukunft für KI- und SPS-Ingenieure

Die Zukunft der industriellen Automatisierung hängt nicht von der Entscheidung zwischen KI- und SPS-Ingenieuren ab – es geht darum, ein harmonisches Verhältnis zwischen beiden zu finden. KI erweitert die Fähigkeiten von SPS-Ingenieuren, indem sie Routineaufgaben rationalisiert und die Effizienz steigert, während Ingenieure das nötige Fachwissen bereitstellen, um sicherzustellen, dass KI richtig eingesetzt wird.

Die eigentliche Frage ist nicht, ob KI Ingenieure ersetzen wird, sondern wie Ingenieure KI nutzen können, um intelligenter und nicht härter zu arbeiten. Da sich Branchen weiterentwickeln und die digitale Transformation beschleunigt, werden Ingenieure, die sich an KI anpassen, an der Spitze dieser Revolution stehen und Produktivität und Innovation in der industriellen Automatisierung vorantreiben.

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